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Scholle Finkenwerder


Scholle Finkenwerder

Scholle gibt’s bei uns in Hamburg und dem Alten Land als Scholle Finkenwerder, Scholle Blankeneser Art oder in Butter gebraten. Aber was beudetet eigentlich Scholle Finkenwerder Art und wieso ausgerechnet Finkenwerder?

„Finkwarder“ ist ein Ortsteil in Hamburg, der einst Fischerheimat war und aus dem die gesamte Stadt mit frischem Fisch versorgt wurde. Vorallem durch die einzigartige Lage zwischen Norder- und Süderelbe war die Elbinsel Finkenwerder, früher idealer Ausgangspunkt für den Fischzug auf der Elbe und darüber hinaus. Auf den weiten Touren bis in die Nordsee wurde in der Küstenregion natürlich auch viel Nordsee Scholle gefangen. Heute ist der Ortsteil Finkenwerder im Süden der Stadt vorallem durch das Airbus Werk bekannt. Neben frischem Fisch lebten die Menschen in Finkenwerder früher auch in einer Vielzahl von der Landwirtschaft und der Viehzucht. Was lag also nahe als beide traditionen miteinader zu verbinden.

Scholle Finkenwerder Art mit Speck

So entstand damals in Hamburg die Scholle Finkenwerder Art mit Speck, der in der gleichen Pfanne knusprig gebraten wird. Traditionell gab es auch früher schon eine Kartoffelbeilage dazu. Natürlich gibt’s vorzugsweise ein „Hamburger-Spezial“ Kartoffelsalat dazu. Wahlweise gibt es bei uns die Scholle Finkenwerder auch mit Salzkartoffeln und am Abend auch Bratkartoffeln. Je nach Fang, haben wir ab und zu auch die Wahl zwischen ganzen Schollen und Schollenfilets.

Besonders beliebt ist die Scholle im Monat Mai. Dann gilt die „Maischolle“ als besonders zart und schmackhaft. Chef Herbert Kramer sagt dazu:“Das ist ein histroischer Brauch und eine vorherschende Meinung, die wohl daran liegt, dass die Fischer früher erst nach den Frühjahrsstürmen im April auf die Nordsee zum Scholle fischen gefahren sind und die ganze Stadt sensüchtig auf die ersten Schollen nach dem Winter gewartet hat. Aber auch in den restlichen Monaten ist die Scholle super lecker.“ Nach den meisten Fischfeinschmeckern und unserem Chefkoch sind die kleineren Schollen dabei besonders empfehlenswert. Sie gelten als „beweglichere“ Fische, die dementsprechend ein zarteres Fleisch haben.

Gefangen wird der Plattfisch vornehmlich in den Küstenregionen der Nordsee. Dabei fahren die Fischer mit ihren Netzen über Sand- und Schlickgebiete und versuchen möglichst viele der Plattfische ins Netz zu bekommen. Für unser Restaurant in Hamburg und dem Alten Land macht dies unter anderem der Elbfischer Walter Zeeck. Aus der Oste fährt die Familie regelmäßig zum Fischfang auf die Elbe und Nordsee. Eine kleine Reportage dadrüber hat sogar schon der NDR gedreht. Hier gehts zur Folge.

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